Donnerstag, 24. November 2011

Eigentlich sollte 2011 das Jahr werden. mein jahr- unser jahr. und trotzdem kam es anders, als ich je gedacht hätte. du hast mich immer auf händen getragen und doch mit füßen getreten.
du hast mich geliebt mit haut und haar, mir immer gezeigt, dass du zu mir stehst, trotz meiner verfassung und meinem verhalten dir gegenüber. die monate danach waren geprägt von verzweiflung und trauer und ein bisschen von wut. jede nacht habe ich mir den kopf darüber zerbrochen, was ich falsch gemacht habe und wie ich auch nur einen moment lang glauben konnte, dass wir glücklich sind- das du glücklich bist. all die monate wusste ich nicht, wie ich damit umgehen sollte. ich hab mich immer gefühlt, wie das klischee, der betrogenen freundin. die ganze zeit wusste ich nicht wohin mit mir und meiner verzweiflung. und auch jetzt weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll. am schlimmsten ist es, wenn ich nachts wachliege und mich an die lügen erinnere, die ich von zeit zu zeit zu hören bekam. ich weiß einfach nicht, wie ich all die monate dein doppeltes spiel nicht bemerkt habe. dabei hatte ich immer ein schlechtes gewissen, weil ich dachte, ich wäre zu wenig für dich da,  obwohl ich diejenige war, die für jegliche korrespondenz verantwortlich war. auch wenn unsere beziehung zu dem zeitpunkt gar nicht mehr existiert hat. und was hatte ich eigentlich  danach? ein gebrochenes herz und eine liebe, bei der ich mir sicher war, dass sie nie wieder die sein würde, die sie einmal war. im hatte also alles gegeben und nichts bekommen. dich geliebt- und trotzdem keine liebe erfahren. ich konnte noch nicht einmal mit jemandem darüber reden, weil es eh niemand verstanden hätte. dabei hätte ich in dieser zeit ein ventil für all die gefühle gebraucht, die im verborgenen blieben.


heute- fast 11 monate später, ist die verzweiflung bis heute geblieben. tränen und valium sind mein ständiger begleiter. niemand versteht meine situation und die tatsache, dass ich nicht ohne dich sein kann.

Kommentare:

  1. Ich verstehe es. Ich weiß, wie es ist, nicht ohne jemanden sein zu können.. Mir geht es gerade genau so.. Ich weiß nicht, wie es ohne ihn weitergehen soll.. Es geht zwar doch irgendwie weiter.. aber es ist nicht gut.
    Ich halte dich <3

    AntwortenLöschen
  2. Das ist überhaupt nicht grob gemeint aber: Hast du dir schon einmal überlegt zur Therapie zu gehen? Meine Schwester tat es jetzt, 10 Monate nach der Trennung, die sie innerlich auffraß.. Und nach jeder Sitzung geht es ihr besser. Fühlt sich stärker, sieht klarer.
    Dein höchstes Ziel sollte sein glücklich zu sein. Bitte pass auf dich auf.

    P.S.: Ich bin eine deiner Leserinnen, schreibe jetzt jedoch Anonym um meine Schwester anonym zu halten. Nur als Erklärung am Rande.

    AntwortenLöschen
  3. Ich finde deine Texte immer so schön. Ich habe eine ähnliche Situation und deine Texte passen zu meinen jetzigen Gefühle.

    AntwortenLöschen